15. Dezember 2000

Mit dem Wohnmobil reisen

Durch die Welt zu reisen
sich ziellos treiben lassen
wandern von Ort zu Ort
wie es gerade kommt.

Das Schneckenhaus immer dabei
immer bereit eine Rast einzulegen
 auf einem freien Platz zu rasten
sich Raum für eine Nacht zu schaffen.

Wie ein moderner Zigeuner
geduldeter Gast zu sein
und leichten Herzens weiterziehen
wenn die Polizei einen vertreibt.

Das Zufallsprinzip
bestimmt die Wegrichtung
führt zu neuen unbekannten Zielen
fordert Spontanität des Momentes.

Vom Platz hinter Meeresdünen
zum Ufer eines Flusses
über einen Parkplatz zwischen Häusern
auf den First eines Berges.

Alle Nationalitäten
stehen eng beieinander
bilden täglich neue Gruppen
verbinden und bleiben doch getrennt.

Lauter Individualisten
mit großem Bedürfnis nach Freiheit
mit modernem Komfort
auch voll Bedürfnis nach Sicherheit.

Im Winter der wärmenden Sonne entgegen
immer weiter in Richtung süd
mit lockerem Lebensstil
wo man entspannen kann.

Das innere Bedürfnis eines Nomaden leben
das tief in der Seele der Menschen schlummert
und unbewußt immer wieder neu erwacht
wenn Lebensstrukturen drohen zu ersticken.

Wenn der unterdrückte Ruf der Seele
nach Aufbruch und Selbstfindung schreit
nach Wärme, Abenteuer und Glück
beginnt die Reise ins Ungewisse neu.

So reisen viele durch die Zeit
und suchen und suchen
finden neue Welten
und manchmal sich selbst.

In der Öffnung für Neues
beginnt das Wachstum
und das Pflänzchen erblüht
zu neuer freier Schönheit.

Die modernen Zigeuner erkennen
sich im Spiegel der Welt
und erwachen in neuer Geburt
ob jung oder in hohem Alter.

Das Reisen mit Wohnmobil
erfordert spontane Flexibilität
den Mut sich dem Risiko zu stellen
und den Zufall zuzulassen.

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