3. Dezember 2013

Schäferhund rettete Kriegsgefangenen das Leben.

In einem persönlichen Dialog erfuhr ich folgende Geschichte.

Der Vater einer Holländerin  war mit seinen niederländischen Kameraden in japanische Kriegsgefangenschaft geraten und lernte die grosse Brutalität der Japaner kennen. Einer seiner Kameraden hatte heimlich seinen ausgebildeten Schäferhund ins japanische Camp geschmuggelt. Das Tier hielt sich stets auf Anweisung ausserhalb des Camps in unmittelbarer Nähe gut versteckt auf. Wenn die Zeit reif war, rief der Mann seinen Hund und versteckte diesen in seinem Barackenzimmer. Morgens wenn alle zur Arbeit gingen, wurde der Hund getarnt als Werkzeug in einem Sack mitgenommen. Der war so gut dressiert, das es sehr lange gedauert hat, bis er durch Zufall entdeckt wurde. Nachts hatte er ausserhalb der Baracke immer sein Pipi gemacht und dabei hatte ein japanische Soldat ihn beobachtet und dies sofort dem ranghöchsten Lagerleiter gemeldet. Dieser hatte soviel Bewunderung für den Hund, dass er ihn selber behalten hat und seinen Vorbesitzer zum persönlichen Betreuer und Versorger des Schäferhundes machte. Dieser wiederum versorgte seine Kameraden mit  extra Essensrationen und hat damit deren Leben gerettet.

Denn ihr Vater sah viele Kameraden an Hunger und Folter sterben. Sie schufteten alle an der berüchtigten Birmazugstrecke. Nach seiner Heimkehr aus der Gefangenschaft benötigte er bis zu seinem Tod Medikamente um die schrecklichen Bilder vergessen zu können, die ihn immer wieder einholten. Dennoch hat aber nie schlecht über die Japaner gesprochen. Denn er hatte überlebt und das Dank eines gut trainierten Hundes, der das Herz eines japanischen Generals berührte und für sich begeistern konnte. 

Copyright: Peter Burger

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