25. Dezember 2010

Weisse Weihnachten

Alles stöhnt über den schneereichen Winter, der bis in die Tallagen der sonst warmen Rheinebene hinab sich in seiner ganzen Pracht zeigt. Aber die Menschen sind das nicht mehr gewohnt und für diese Intensität nicht mehr vorbereitet. Autos und Züge bleiben unterwegs liegen, die Landebahnen der Flugzeuge müssen geräumt und die Flieger enteist werden. Das Streusalz geht den Städten aus und auch das Enteisungsmittel für den Flugverkehr kann nicht schnell genug nachgeliefert werden. Aller Verkehr verlangsamt sich und fordert zur Ruhe und innerer Einkehr ein, so wie das früher in dieser Jahreszeit der Fall war. Aber der mobile Mensch versucht dem in gewohnter Manier zu trotzen und verzweifelt an den ungewohnten Hindernissen.

Hier im ländlichen Raum sind wir das gewohnt, auch das tägliche Räumen der Schneemassen. Ansonsten bleibt man besser zuhause oder nutzt nur die sicher geräumten Strassen. So kann man die tief verschneite Natur geniessen, in sich ruhig und still zu werden. In warmer Stube hinaus blicken in eine weihnachtliche Traumlandschaft, wie sie sonst nur auf Weihnachtskartenidyllen zu finden ist.

In dieser weihnachtlichen Ruhe einstimmend in schönen Erinnerungen wie man Weihnachten in der Kindheit erlebt hat. Mich sprach da gerade besonders das Bayrische Fernsehen besonders an, mit vielen heimatlichen Klängen, welche tiefer verwurzelt  sind, als man das im normalen Alltagsleben wahrnimmt. Diese vertrauten Klänge alpenländischer Volksmusik bringt eine eigene Wärme ins Herz, welche passt zur Landschaft vor meinem Fenster und zur weihnachtlichen Stimmung meiner familiärer Erinnerungen.

Eigentlich bin ich mehr ein Sommermensch, aber diese weisse Weihnacht geniesse ich gerade ebenso intensiv, nur zulange soll der Winter nicht bleiben, denn sonst drückt er irgendwann aufs Gemüt.

Copyright: Peter Burger

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