22. Juli 2010

Abkühlung

Die Schwüle lag über dem Land und die Spannung stieg unter der Haut. Der Umbruch lag in der Luft, konnte ich spüren und wartete darauf. Lag auf der Couch und sah die Tour de France hinauf in die Gipfel der Pyrenäen. Mitten im Finale der beiden Favoriten begann es zu winden. Gerade noch rechtzeitig gelang es mir die Fenster zu schliessen, da der Wind zum Sturm wurde, der Bäume und Büsche nah an den Boden drückte und starker Regen gegen die Hauswand trommelte. Unmengen liefen daran hinab, sammelten sich in einem Kellerschacht. Dieser lief voll und von da hinein in den Keller des Hauses und verteilte sich dort in alle Ecken.

Alle drei oder vier Jahre gibt es solche gewaltigen Stürme mit Wassermassen von Westen, die fast waagrecht gegen diese Hausseite klatschen.

Der massive Regen hat die Natur tüchtig abgekühlt und es lässt sich wieder leichter atmen. Gereinigte Luft und angenehme Nachttemperatur, lässt wieder erholsam schlafen nach Tagen grosser Hitze und den Atem beengender Schwüle. So schön der Sommer ist, da geniesst man dazwischen die Abkühlung hin zur einer gemässigten Wärme.

 

Copyright: Peter Burger

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