5. März  2004

Busch im Genick

Dem Willem Busch zu Ehren
will ich mich hier nicht verwehren,
er sitzt mir eh im Genick
erlinst die Welt mit seinem Blick.

Seiltänzer des Geistes weit
sind Till`sche Erben stets bereit
alltägliches voller Witz
erzählen wie der Onkel Fritz.

So lebt der Schalk ewig hin
obwohl ich kein Wilhelm bin.
Erspür ihn mit dem Herzen rund
male Humor und Satire gerne bunt.

Sehe Max'ens Moritz alle Tage
wo? dies ist eine doofe Frage.
Angle goldne Hähnchen immerfort
aus des Lebens Suppentopf.

Schreib nieder meiner Zunge Lust
nehm des Alltag's Witz mir zur Brust.
Lebe wie Du das ganz normale Leben,
versuch auf dem Papier mein ich zu geben.

Mit des Narren Maske witzig schreiben
dahinter ernst betrachtend bleiben,
erkenn das blumig Leben voll und ganz
zwick gern in des menschlich Fipsens Schwanz.

 

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